test
„Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, ein vernünftiges Wort sprechen.“ _Johann Wolfgang von Goethe
Posts mit dem Label Bibel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bibel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Wort und Wirklichkeit

Hieronymus übersetzte die Bibel aus dem Hebräischen und Griechischen ins Latein der Römer, zu seiner Zeit die Weltsprache in Europa. 

Dabei veränderte der Römer Hieronymus den Beginn des Evangeliums nach Johannes:

Aus
IM ANFANG WAR DER [Welt]GEIST ("Logos")
wurde
IM ANFANG WAR DAS WORT ("Verbum").

Hieronymus übersetzte also Weltgeist mit Wort. Nicht die Wirklichkeit war wichtig, sondern das Wort über die Wirklichkeit. 

Die Bibel des Hieronymus prägte das Mittelalter und wirkte weiter in der Bibel des Martin Luther. Selbst Goethes Faust legt die Hieronymus-Übersetzung aus. 

Die Folgen der Übersetzung erleben wir bis heute. Soziale Medien vervielfältigen das Wort ins millionenfache. Und die Bilder auch.

Es ist nicht wichtig, was wir empfinden, was wir wirklich erleben, was wirklich war oder ist. Wichtig ist das Wort darüber. Oder das Bild davon. Von Ereignissen bleiben mehr Bilder als bleibende Eindrücke und echte Erinnerungen. 

Wichtig ist nicht, was war, wichtig ist, was darüber geschrieben wird oder fotografiert. 

Fotos und Worte dokumentieren und transportieren Inhalte. Das gab es früher nur begrenzt: Erhalten wurde in mündlichen Berichten, Liedern, Erzählungen oder in Zeichnungen. Später kamen Bücher, Briefe, Dokumenten oder Inschriften hinzu. Heute millionenfach bis milliardenfach als E-Mail, WhatsApp, Telegram usw.

Neben Menschen direkt, können heute auch Maschinen Bilder und Texte erzeugen. Die KI bastelt Bilder.

Schon von Anfang an übermittelten Worte und Bilder die Information selbst plus deren Interpretationen: die Deutung und Meinung des Sprechers, Schreibers, Zeichners und Malers wurden zur Erinnerung an ein Ereignis. 

Selbst Fotos sind nicht objektiv oder wahr. Fotos betonen oder verschweigen, was der Fotograf will. 

Bilder und Worte übermitteln also immer die Meinung über die Wirklichkeit, nie die Wirklichkeit selbst. 

Meinung ist, wie die Wirklichkeit wirken soll. Wer die Bilder sieht oder die Worte liest, die Bilder sieht, liest und sieht, was er soll, was bei ihm wirken soll. Meinung interpretiert. 

Der Empfänger sieht und liest nie, was wirklich war. Er sieht und liest, was bei ihm wirken soll.

Weil Menschen auch die Wirklichkeit selbst nur wahrnehmen können wie Bilder und Worte, erschaffen Bilder und Worte Wirklichkeit und zwar mit Adresse, Zweck und Absicht. 

Daran sollten wir immer denken, wenn wir Bilder sehen und Worte lesen. Wir sollen und müssen immer fragen, was soll uns gesagt werden per Bild und Wort, was soll bei uns erzeugt werden? Wem nützt es?

Nur Wirklichkeit selbst ist wirklich. Bilder und Worte meinen, was wirken soll. 

Worte und Bilder ersetzen die Wirklichkeit nicht, aber sie prägen, wie Wirklichkeit erinnert, gedeutet und weitergegeben wird. Wahre Wirklichkeit ist niemals möglich, ist unmöglich zu transportieren. 

Das sollten wir immer bedenken, wenn wir sehen und lesen und hören. Selbst, wenn wir dabei sind, dann ist es unsere direkte Deutung, aber es ist auch nur eine Deutung. Besonders, wenn wir davon berichten in Wort und Bild. 

Wahrlich: Im Anfang war das Wort.
Seit Hieronymus ist es amtlich: Das Wort ersetzt die Wirklichkeit und Meinung glaubt Wahrheit zu sein. 

Was bleibt? Auch wenn Milliarden Menschen glauben, der Mond sei aus Käse, bleibt er doch aus Stein. 

Michael Zeng 

Karriere unterm guten Stern


Karriere unterm guten Stern oder vom Illusionisten zum Staatenlenker durch angepasste Übersetzung. 

Jesus wird in Bethlehem geboren. Ein Stern zeigt, wo Bethlehem liegt. Aus dem Osten folgen kundige Personen dem Stern bis zu Jesus. Sie bringen Geschenke mit.

Erst waren sie Magier, dann Astrologen, danach Weise und schließlich Könige, aber wer weiß, wie viele. 

Im originalen Text der Bibel wird von Magiern geschrieben. Das Neue Testament ist im Original auf Griechisch verfasst. Da steht, es kamen Magoi, also Magier oder Zauberer, in anderer Übersetzung auch Sterndeuter also Astrologen.

Die Besucher des Jesus Babys deuteten ja den Stern als Zeichen für Jesu Geburt.

Auf jeden Fall wurden zuerst Magier erwähnt, Sterndeuter, Zauberkünstler oder Astrologen. Selbst die Bezeichnung "Weise aus dem Morgenland" war schon geschönt. Die könnten ja Gott weiß was für eine Religion gehabt haben. Aber "Weise aus dem Morgenland" klang schon irgendwie würdevoller. Magier und Wahrsager, das klang schon damals nach Budenzauber und Show. 

Allerdings hätte man auch Jesus als internationalen Heilsbringer zeigen können, wenn betont worden wäre, sogar Esotheriker aus anderen Kulturen zog es ins weit entfernte Bethlehem, um ihre Referenz zu erweisen. Vielleicht erkannten sie auch schon, die Rolle Jesus über der Magie stehend. 

Hieronymus übersetzte das original griechische Neue Testament ins Lateinische. Die Besucher des Jesus-Babys sind bei Hieronymus: Magi ab oriente, also Zauberer aus dem Osten. Die lateinische Bibel des Hieronymus war im Mittelalter die Standard-Bibel in Westeuropa. 

Luther und andere übersetzten Magoi mit Weiser, also als Vertreter der wissenden Vernunft. 

"Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgenland nach Jerusalem und sprachen:
Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten."
_ BIBEL, Matthaeus, 2:1-2

Wir lesen keine Anzahl! Wie kommt man auf die Anzahl drei?

Dass es drei waren, wurde in Westeuropa aus den drei Gaben geschlossen:

"[Die Magier] gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe."
_ BIBEL, Matthaeus, 2:11

Drei Geschenke, also müssen es drei Schenker gewesen sein, schloss man.

Aber waren es wirklich drei? In der syrischen kirchlichen waren es
zwei Magier, in der orthodoxen Ostkirche waren es vier und die armenische Kirche zählt zwölf Magier.

Wie wurden nun aus zwei, drei, vier oder zwölf Königen die jeweilige Anzahl von Magiern oder Astrologen oder Weisen?

Das wurde hergeleitet aus Psalm 72, Vers 11 im Alten Testament. Im Text des Psalms verspricht König Salomon, was Gott alles tun wird und wie Gott geduldigt werden wird.

"Alle Könige werden ihn anbeten; alle Heiden werden ihm dienen."
_ BIBEL, Psalm, 72:11

Für die Mehrheit der Christen der westlichen Kirchen erscheint Jesus Christus als Gottes Sohn gleich Gott Vater, also Jesus wird gesehen als eine Erscheinung Gottes, daraus folgerte man:

Die drei Männer, die dem Stern zu Jesus folgten, müssten die von Salomon erwähnten Könige sein.

Aus Magiern wurden Weise, aus denen dann Könige. Keine schlechte Karriere. Schon immer konnte es also vorkommen, dass aus Illusionisten Staatsführer werden konnten. 

_Michael Zeng 

Nebukadnezar II. und die Bibel

Der babylonische König Nebukadnezar II. wird 91 Mal in der Bibel erwähnt. Er veränderte die jüdische Kultur und Religion. 

Der König Nebukadnezar II. herrschte im 6. Jahrhundert vor Christus. Er konnte als Herrscher der Stadt Babylon ein Reich erobern vom persischen Golf bis zur östlichen Küste des Mittelmeers. Das gelang durch militärische und politische Klugheit aber auch, weil die mächtigen Reiche der Assyrer und das Reich Elam gerade untergegangen waren. Auch Ägypten schwächelte. Die Supermächte hatten sich gegenseitig vernichtet. Nebukadnezar II. eroberte die Reste der großen Reiche und besiegte kleinere Völkerschaften. Er musste allerdings jedes Jahr entfernte Gebiete quasi neu erobern. Es gelang den Babyloniern nicht, ein stabiles Reich aus einem Guss zu schaffen. 

Ein entferntes Gebiet waren die Kleinreiche Israel und Juda. Nebukadnezar II. eroberte Jerusalem. Um seine Eroberung unter Kontrolle zu halten und auszubeuten, ließ er Gelehrte, Priester, Handwerker und Künstler nach Babylon verschleppen. Etwa 60 Jahre lang dauerte das Exil in Babylon. 

Das oben beschriebene Reich von Babylon hatte dem zentralistischem Reich der Perser nichts entgegen zu setzen. Die Perser eroberten Babylon und entließen die Juden aus ihrem Exil. Viele waren in der babylonischen Hierarchie aufgestiegen und hatten babylonisches Wissen aufgenommenen. Die Bibliotheken im Babylon quollen über vom Wissen der Jahrtausende. Die babylonische Mathematik und Astronomie war das Fundament des Wissens der Ägypter und Griechen. Die schrieben von den Babyloniern ab und entwickelten weiter. Die alten Babyloner konnten sich nicht mehr wehren. 

Für die Juden in Babylon war ihr Jerusalem ein überhöhtes Ideal geworden. Die jüdischen Gelehrten in Babylon rechtfertigen die Eroberung Jerusalems und ihr Exil, indem sie Nebukadnezar II. quasi als Werkzeug Gottes interpretierten. Er hatte Jerusalem bestraft für dessen Abkehr vom Glauben. Der babylonische König sei ein Werkzeug Gottes gewesen. 

Nun aber sollte alles besser werden und gottgefälliger. Aber als die babylonischen Juden zurück kamen nach Jerusalem, mussten sie feststellen: Auch Jerusalem hatte sich 60 Jahre lang weiter entwickelt. Die Stadt hatte sich der westlichen Welt geöffnet, Griechen, Phönizier, Ägypter brachten Waren und Ideen in die Stadt.

Aus dem Konflikt zwischen den babylonischen Heimkehrern und den Dagebliebenen entwickelte sich die jüdische Kultur weiter. Mittelmeerische Gedanken und babylonisches Wissen und jüdische Tradition fanden zusammen. Heraus kam das Alte Testament der Bibel, das weltweit wirkte und wirkt. So findet die jüdische Idee des einen unsichtbaren Gottes ihre Form. 

Und Nebukadnezar II.? Von ihm überliefert das Alte Testament seine Rolle als Werkzeug Gottes, als Prüfer der Juden im Exil, der immer wieder beeindruckt wurde von Wundern des jüdischen Gottes. 

Als Werkzeug Gottes und Bewunderer jüdischer Wunder konnte Nebukadnezar nicht ganz böse sein. Laut Altem Testament wurde er wahnsinnig und lebte sieben Jahre lang im Wald als Tier unter Tieren. Danach kehrte er zurück auf den Thron und lebte glücklich und zufrieden und fand den jüdischen Gott toll. Die sieben Jahre im Wald waren sehr wahrscheinlich eine literarische Strafe, quasi eine rethorische Buße, um Nebukadnezar biblisch zu rehabilitieren. Das vermutet man, weil die Story aus einer babylonischen Erzählung übernommen wurde. Eigentlich wird diese Entwicklung dem babylonischen König Nabonid zugeschrieben. 



Die Bibel hat recht: Als vor 6.000 Jahren die Welt erschaffen wurde, begann die Zivilisation:

Aus Jahres-Angaben der Bibel kann man errechnen wie viele Jahre vergangen sind seit Erschaffung der Welt. Heraus kommt: Gott erschuf die Welt, Tiere, Pflanzen und Menschen vor 6.000 Jahren.

Die Bibel berichtet über Ereignisse im Nahen Osten zwischen Kaukasus und Nil, zwischen der Ostküste des Mittelmeers und dem persischen Golf. Was geschah dort vor 6.000 Jahren?

Genauer, was geschah im Zweistromland zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris. 

Global ging die Jungsteinzeit zu Ende, Kupfer wurde verarbeitet und vereinzelt wurde mit Bronze experimentiert. Die Menschen begannen Metalle zu ver- und bearbeiten. Das waren neben Steingut die ersten künstlichen Materialien. 

Die erste Stadt wurde nachgewiesen: Uruk im Zweistromland hatte etwa 10.000 Einwohner. Nachbarstädte wie Ur waren ähnlich groß. Wie war das möglich?

Das Zweistromland wurde im großen Stil nun künstlich bewässert. Die landwirtschaftliche Produktion explodierte. So konnten Getreide und Nahrungsmittel erzeugt werden für so viele Menschen. 

Zur Errichtung der Kanäle und anderer Bauten der künstlichen Bewässerung war nötig, Menschen zu organisieren: ein Teil musste geplant bauen, andere mussten die Bauarbeiter ernähren. Dritte mussten konstruieren, organisieren, verwalten. Daraus entstand der Staat. 

Rad und Wagen wurden erfunden, so konnten Getreide und andere Nahrungsmittel über weite Strecken in die Städte gebracht werden. 

Die Töpferscheibe wurde erfunden. So konnte in Massen Krüge und Amphoren hergestellt werden, um Nahrungsmitteln aufzubewahren und zubereiten zu können. 

Backsteine aus Lehm wurden erfunden. So konnten haltbare, komfortable schnell Häuser gebaut werden. Bis hin zu riesigen Tempeln. 

Um das alles managen zu können, musste ein System entwickelt werden, um Daten zu sammeln, zu speichern und zu verarbeiten. Aus Zahlen und Symbolen entwickelte sich die Schrift. 

Aus Menschengruppen, die von Frühjahr zu Frühjahr von der Hand in den Mund lebten, entwickelten sich in Städten lebende Handwerker, Künstler, Gelehrte, Priester, Beamte, Soldaten, Herrscher. Im Umland erzeugten Bauern Nahrung für die Städter. Händler handelten mit Überschüssen, transportierten per Rad und Wagen, was gehandelt werden konnte. 

Dieser Reichtum lockte Einwanderer. Diese Technologie war in Köpfen transportabel. Und weil bald Land knapp wurde, wanderten Bauern und Handwerker aus nach Westen, Norden und Osten. 

So wanderte ein gewisser Abraham aus der Stadt Ur aus und zog mit seinen Leuten ins spätere Israel/Palästina. Und brachte sein Wissen mit um den Fortschritt in seiner Heimat. Ur war eine ähnliche Stadt wie Uruk. 

Auf Abraham als Urvater berufen sich Juden und Araber gleichermaßen als ihrem Stammvater. 

Hier kommen wir zurück zur Bibel. Aus den Angaben zum Menschen Abraham und der Bedeutung seines Namens und seiner Taten wird klar: 

Abraham verkörperte Menschen mit Ideen und Vorstellungen aus dem Zweistromland, die einwanderten in die Gebieten an der Ostküste des Mittelmeers. Abraham ist als Mensch nicht nachweisbar, aber als Idee greifbar. So verkörpert er die Idee des unbedingten Gehorsams gegenüber Gott. Abrahams Autorität wurde über seine Herkunft erzeugt. 

Was Abrahams Leute erzählten aus ihrer Heimat dem Zweistromland, das erschien den Leuten in der neuen Heimat als paradiesisch. Laut Bibel liegt der Garten Eden, das Paradies, zwischen Euphrat und Tigris, im Zweistromland. 

Als die Autoren der Bibel ihre Theorie zur Erschaffung der Welt entwickelten, fehlte ihnen natürlich unser heutiges chronologisches Wissen. Die kulturelle Überlegenheit des Zweistromlands war aber noch spürbar. 

Nach der Eroberung von Jerusalem ließ der babylonische König Nebukadnezar II. jüdische Gelehrte nach Babylon verschleppen. Dort lasen diese Gelehrten in Bibliotheken vom Wissen und den Vorstellungen des Zweistromlandes. Sie lasen auch die babylonische Vorstellung von der Erschaffung der Welt.

In der Erzählung vom Leben und Königs Gilgamesch wird berichtet, dass die Erde "wüst durcheinander chaotisch" war und ein Gott dort Ordnung schaffte. Bis heute kennen wir das uralte Wort für wüste und chaotische Zustände: Tohuwabohu. 

Die Autoren der Bibel verarbeiteten ihr Wissen, ihre Vorstellungen, Traditionen, Überlieferungen und vielleicht ältere Aufzeichnungen in dem, was wir als Altes Testament lesen können. 

Michael Zeng 




Wie Luther zur Reformation fand

Luther fand seine grundlegende theologische Erkenntnis im ersten Brief des Paulus an die Römer, Vers 17:

"Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht (...) Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht: 'Der Gerechte wird aus Glauben leben.'"

Daraus zog Luther die Erkenntnis: Die Rechtfertigung, Bestätigung, als Christ kommt allein aus dem Glauben, NICHT aus den guten Taten, wie die katholische Kirche lehrte.

Für die alte Kirche konnte man sich als Christ beweisen durch gute Taten, zum Beispiel, indem man für Arme spendete oder Kranke pflegte. Dazu kommen Rituale wie Wallfahrten, Gehorsam in der kirchlichen Rangfolge und andere Vorschriften.

Da für evangelische Christen nicht mehr theologisch nötig war, gute Taten zu vollbringen, hatte das soziale Folgen:

Das soziale Spenden-, Pflicht- und Opferwesen brach zusammen, dazu gehörte auch die Fürsorgepflicht für Arme und Kranke. 

Der Ablasshandel wurde theologisch sinnlos. Es war nicht mehr theologisch möglich, sich von Sünden frei zu kaufen. Schuld musste nun psychologisch aufgearbeitet werden und wurde vom weltlichen Staat bestraft.

Erst jetzt wurde die Sozialfürsorge als gesellschaftliche Aufgabe erkannt.

VEGANER in der BIBEL: nur Wasser und Gemüse


Daniel war ein kluger Jude. Der babylonische König Nebukadnezar nahm Daniel und einige andere junge Juden als Geiseln. Die jungen Männer lebten am Hof des Königs. Nebukadnezar befahl seinem Kämmerer, die jungen Juden sollten Speisen und Trank von der königlichen Tafel bekommen, also Alkohol, Fleisch und süßes Gebäck.

Daniel bat den Kämmerer, ihm und den anderen Geiseln nur Gemüse und Wasser zu geben. Der Kämmerer sagte:

„Ich fürchte mich vor meinem Herrn, dem König, der euch eure Speise und euern Trank bestimmt hat. Wenn er merken würde, dass euer Aussehen schlechter ist als das der andern jungen Leute eures Alters, so brächtet ihr mich bei meinem Herrn, dem König, um mein Leben.“

Daniel bot dem Kämmerer einen Kompromiss an: „Versuch's doch mit deinen Knechten zehn Tage und lass uns Gemüse zu essen und Wasser zu trinken geben. Und dann lass dir unser Aussehen und das der jungen Leute, die von des Königs Speise essen, zeigen; und danach magst du mit deinen Knechten tun nach dem, was du sehen wirst.“

So geschah es: „Und nach den zehn Tagen sahen [Daniel und seine Freunde] schöner und kräftiger aus als alle jungen Leute, die von des Königs Speise aßen. Da tat der Aufseher die Speise und den Trank, die für sie bestimmt waren, weg und gab ihnen Gemüse. Und diesen vier jungen Leuten gab Gott Einsicht und Verstand für jede Art von Schrift und Weisheit.“

_BIBEL, Buch Daniel Kapitel 1, Vers 1 bis 14

Christus als Sonnengott

 
Der römische Kaiser Aurelian legte den 25. Dezember 274 nach Christus fest als Tag des römischen Sonnengottes: Sol invictus. Das bedeutet "unbesiegbarer Sonne(ngott). Eine Zeitlang war Sol invictus römischer Reichsgott. Dargestellt wurde er mit Sonnenkranz, der hinter dem Kopf hervorstrahlt.

Kommt uns bekannt vor?

In der Spätantike sahen Christen Parallelen zwischen Christus und dem Sonnengott. Jesus wurde als der wahre Sonnen(gott) beschrieben, als "Christus verus Sol".

Der Autor der Offenbarung berichtet von seiner Vision der Rückkehr des Jesus Christus in der Endzeit der Welt:

"Und [Jesus Christus] hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und (...) sein Angesicht leuchtete wie die helle Sonne."

_BIBEL, Offenbarung, 1:16

Als kirchlicher Feiertag ist der 25. Dezember im Jahr 336 erstmals schriftlich belegt. Sehr wahrscheinlich wurde der Tag nach Heiligabend schon vorher gefeiert.

Die Zauberer aus dem Osten

Erst waren sie Magier, dann Astrologen, danach Weise und schließlich Könige.

Im originalen Text der Bibel wird von Magiern geschrieben. Die Geschichten von Jesus sind im Original auf Griechisch verfasst. Da steht, es kamen Magoi*, also Magier oder Zauberer, in anderer Übersetzung auch Sterndeuter also Astrologen. Sie deuteten ja den Stern als Zeichen für Jesu Geburt.

Das war Luther und anderen Übersetzern wohl nicht geheuer. Luther übersetzte Magoi mit Weise:

"Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgenland nach Jerusalem und sprachen:
Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten."
_ BIBEL, Matthaeus, 2:1-2

Wir lesen keine Anzahl! Wie kommt man auf die Anzahl drei?

Dass es drei waren, wurde aus den drei Gaben geschlossen:

"[Die Magier] gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe."
_ BIBEL, Matthaeus, 2:11

Drei Geschenke, also müssen es drei Schenker gewesen sein, schloss man.

Wie wurden nun drei Könige aus den drei Magiern oder Astrologen oder Weisen?

Das wurde hergeleitet aus Psalm 72, Vers 11 im Alten Testament. Im Text des Psalms verspricht König Salomon, was Gott alles tun wird und wie Gott geduldigt werden wird.

"Alle Könige werden ihn anbeten; alle Heiden werden ihm dienen."
_ BIBEL, Psalm, 72:11

Für die Mehrheit der Christen der westlichen Kirchen erscheint Jesus Christus als Gottes Sohn gleich Gott Vater, also Jesus wird gesehen als eine Erscheinung Gottes, daraus folgerte man:

Die drei Männer, die dem Stern zu Jesus folgten, müssten die von Salomon erwähnten Könige sein...

*"ecce Magi ab oriente" = diese Zauberer aus dem Osten, siehe Vulgata-Bibel des Hieronymus.

Die Bibel und das Tao Te King - warum ich beide Bücher liebe.

Altes Testament, Neues Testament und Tao Te King



Wer meine Post auf Facebook verfolgt, der wird sich denken können: Ich bin von der Bibel begeistert. Warum?

Das Alte und das Neue Testament der Bibel bestimmen die Schriften und Gedanken, bestimmen das Denken und Handeln und Wirken unserer abendländischen Kultur.

Auch die Leute, die sich Vorstellungen zuwenden, die vor dem Christentum in Europa wirkten, selbst die Leute sollten sich bewusst sein, wir wissen überhaupt von diesen heidnischen Vorstellungen, weil diese sich in die christliche Kultur integrierten. Ostern ist so ein Beispiel: Gläubige gehen zum Gottesdienst und färben zu Hause Ostereier die vermeintlich ein Hase bringt. Vom Osterhasen berichtet die Bibel nix. Der brachte die Symbole der Fruchtbarkeit auch schon vor den Missionaren. Und welche Göttinnen als Marien weiter wirken, davon erzählen ganze Bibliotheken.

Aber das ist ganz okay, wenn wir betrachten, was hinter dem Glauben steht. Dort wirkt das Numinose, also das, was nur durch den Glauben fassbar ist. Damit umzugehen, fand jede Kultur ihren eigenen Weg.

Nun zurück zur Bibel: Auch außerhalb von Kirche, Konfessionen, Gottesdienst: Aussagen, Zitate, Bücher der Bibel wurden immer wieder gelesen, gelehrt, verkündet, interpretiert, als Grundlagen genommen für große Politik, große Überlegungen und kleine Gedanken, auch für kleinliche. Und selbst, wer die Texte der Bibel ablehnt und alles Kirchliche usw. Selbst die sogenannten Atheisten, also diejenigen, die weder an Gott noch an Götter glauben, selbst die reiben sich an Worten der Bibel. Ja, auch die, die die Bibel bewusst nicht lesen oder vergessen. Diese Leute erkennen ja in der Bibel eine Wort-Macht, die beeinflusst.

Was für ein Buch! Im Übrigen bin ich der Meinung: Die Bibel hat die Macht, direkt zu beeinflussen, direkt zu wirken auf jeden, der die Bibel liest. Die Bibel ist eine unerschöpfliche Quelle.

Aber es gibt noch ein zweites Buch, das mich und viele andere fasziniert: Es ist das Tao Te King, also das Buch vom Weg und vom Sinn. Verfasst hat es ein chinesischer Bibliothekar und Archivar: Laotse, etwa vor 2600 Jahren.

An nur 81 Sprüchen reibt sich die Welt, muss sich messen lassen. Laotse behauptet frech Unerhörtes:

Die Welt sagt bis heute: Du musst sammeln und anhäufen, was Du kriegen kannst, "kriegen", wie Krieg. Laotse sagt: Weniger ist mehr. Versuche immer mehr abzugeben, wegzunehmen, bis die Essenz übrig ist.

Die Welt sagt: Alles muss geregelt werden, durch Gebote, Gesetze, Vorschriften, Regeln, durch Leute, die Regeln vorgeben. Laotse sagt: Je mehr Verbote, um so mehr Verstöße. Wenn wir so wären, wie die kleinen Kinder, ohne Regeln, im Fluss des Daseins, dann sind Gebote und Gesetze nicht nötig.

Das widerspricht natürlich allem, was wir lernen, was Gruppen und Gesellschaft uns lehren. Und gerade deshalb wirkt das Tao Te King.

So verkörpern Bibel und Tao Te King die beiden Pole des Globusses des gesellschaftlichen Denkens der abendländischen Geistesgeschichte.

Deshalb liebe ich diese beiden Bücher.

Jesus Christus als Sonnengott

Der römische Kaiser Aurelian legte den 25. Dezember 274 nach Christus fest als Tag des römischen Sonnengottes: Sol invictus. Das bedeutet "unbesiegbarer Sonne(ngott). Eine Zeitlang war Sol invictus römischer Reichsgott. Dargestellt wurde er mit Sonnenkranz, der hinter dem Kopf hervorstrahlt.

Kommt uns bekannt vor?

In der Spätantike sahen Christen Parallelen zwischen Christus und dem Sonnengott. Jesus wurde als der wahre Sonnen(gott) beschrieben, als "Christus verus Sol".

Der Autor der Offenbarung berichtet von seiner Vision der Rückkehr des Jesus Christus in der Endzeit der Welt:

"Und [Jesus Christus] hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und (...) sein Angesicht leuchtete wie die helle Sonne."
_BIBEL, Offenbarung, 1:16

Als kirchlicher Feiertag ist der 25. Dezember im Jahr 336 erstmals schriftlich belegt. Sehr wahrscheinlich wurde der Tag nach Heiligabend schon vorher gefeiert.

Im Jahr 597 vor Christus kamen die Veganer in die Bibel

Über gesunde Ernährung und Studien wird viel geschrieben, gelesen und geredet. Das halten wir für modern. Ist es nicht. Es ist uralt. 597 vor Christus wurde Jerusalem erobert vom babylonischen König Nebukadnezar II. Er ließ jüdische Knaben als Geisel an seinen Hof nach Babylon holen. Dort sollten diese in seinem babylonischen Sinn erzogen werden. Einer der Knaben war Daniel. Nebukadnezar befahl dem Aufseher: Die Knaben sollten von des Königs Tafel versorgt werden, also mit Wein und Fleisch. Da sagte Daniel zu dem Aufseher:

"Versuche es doch (...) und lass uns geben Gemüse zu essen und Wasser zu trinken. Und lass dann vor dir unsre Gestalt und die der Knaben, so von des Königs Speise essen, besehen; und je nachdem, was du sehen wirst, wähle, was du uns zu essen gibst.
Und [der Aufseher] gehorchte [Daniel] darin und gab den jüdischen Knaben zehn Tage lang nur Wasser und Gemüse. Und nach den zehn Tagen waren die Geiseln schöner und besser bei Leibe denn alle Knaben, Die von des Königs Speise aßen."
_Bibel, Buch Daniel 1.12-15.

Michael Zeng 

Der zweite Weihnachtsfeiertag ist der Tag des Heiligen Stephan

Der Tag des heiligen Stephan wird als zweiter Weihnachtstag gefeiert.

Stephan wurde nach dem Urteil eines jüdischen Gerichts gesteinigt. Er gilt als der erste Märtyrer des Christentums, das damals noch eine jüdische Angelegenheit war.

Die Anklage lautete: Stephan propagiere die Zerstörung des jüdischen Haupt-Tempels und fordere die Veränderung der Regeln der jüdischen Religion.

Stephan galt als anerkannter großer Gelehrter. Seine Meinung besaß großen Einfluss. Die Menschen wussten, Stephan kennt genau und wörtlich die alten Schriften, die später das Alte Testament sein würden. 

"Und [das Volk] vermochte der Weisheit und dem Geist, mit dem [Stephan] redete, nicht zu widerstehen." _Apostelgeschichte 6:10

Stephan anerkannte Jesus als Prophet und Erlöser. In seiner Verteidigungsrede führte Stephan aus, wie oft die Juden ihren eigenen früheren Propheten nicht gefolgt seien. Und welches Unglück das gebracht habe.

Durch diese Taktik waren bald die Ankläger und Richter die Schuldigen. Das führte natürlich nicht zum Freispruch. Außerdem erkannte das Gericht die Grundannahme der Verteidigung nicht an: Für das Gericht war Jesus weder Prophet noch Messias. Man musste ihm nicht folgen. Das Urteil für Stephan lautete Tod durch Steinigung.

"Dann kniete [Stephan] nieder und schrie laut: 'HERR, rechne ihnen ihre Sünde nicht an!' Und als er das gesagt hatte, starb er [durch die Steinigung]." _Apostelgschichte 7:60



Jesus im Alten Testament

Das Christentum war zuerst eine innerjüdische Angelegenheit.

Dass auch Nicht-Juden Christen werden konnten, musste erst extra beschlossen werden von den sogenannten Juden-Christen.

Die religiösen Juden warten auf den Messias, den Erlöser. Dass Jesus von Nazareth dieser Erlöser sei, musste nachgewiesen werden. 

Im Alten Testament wurde nach Hinweisen gesucht auf die besondere Rolle Jesu. Im Alten Testament finden sich die Bücher der Bibel, die den Juden heilig sind. Begonnen wurde die Suche nach Jesu Rolle am Anfang des Alten Testaments. Die ersten Hinweise wurden im ersten und vierten Buch Mose gefunden. 

Die ersten Hinweise sind sehr allgemein, so der Hinweis, dass es Frauen gibt, das soll hinweisen, wie Jesus in die Welt kam. Dann folgen Hinweise, dass ein Nachfahre von Abraham und König David Großes tut.

Der erste konkrete Hinweis, den man passend auf Jesus beziehen kann, findet sich im Buch, das dem Propheten Jesaja zugeschrieben wird:

"Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; er heißt Wunderbar, Rat, Held, Ewig-Vater Friedefürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhl Davids und in seinem Königreich, daß er's zurichte und stärke mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HERRN (...)."

_BIBEL, Jesaja, 9:6-7

Der erste Bezug dazu im Neuen Testament finden wir im Evangelium nach Matthäus 1:1, dort steht:

"Dies [folgende Matthäus-Evangelium] ist das Buch von der Geburt Jesu Christi, der da ist ein Sohn [= Nachfolger] Davids, des Sohnes Abrahams."

Die Riesen überlebten die Sintflut

Im ersten Buch Mose wird berichtet aus der Zeit vor der Sintflut:

"In jenen Tagen gab es auf der Erde die Riesen, und auch später noch, nachdem sich die Gottessöhne mit den Menschentöchtern eingelassen und diese ihnen Kinder geboren hatten. Das sind die Helden der Vorzeit, die namhaften Männer."
_BIBEL, 1. Mose 6:4

Der Kirchenvater Hieronymus übersetzte in der Spätantike die hebräische und griechische BIBEL ins Lateinische. Seine Bibel heißt Vulgata und war und ist die Grundlage des geistlich-kirchlichen Lebens des westlichen Europas. Hieronymus übersetzte das hebräische Wort als Gigantes.

Luther übersetzte an dieser Stelle Giganten lieber mit Tyrannen. Erst später in seiner Übersetzung schreibt er doch von Riesen. Besonders als die Israeliten die "Riesen" besiegten und diese aussterben. So steht es in der Bibel. 

"Darum kam Kedor-Laomor und die Könige, die mit ihm waren, im vierzehnten Jahr und schlugen die Riesen zu Astharoth-Karnaim und die Susiter zu Ham und die Emiter in dem Felde Kirjathaim."
_BIBEL, 1. Mose, 14:5

"Dazu [eroberten sie] das Gebiet des Königs Og von Basan, der noch von den Riesen übrig war und wohnte zu Astharoth und Edrei."
_BIBEL, Josua, 12:4

Schließlich war nur noch der König der Riesen übrig. Er verschwand im Dunkel von Geschichte, Sage und Märchen. 

"(Denn allein der König Og von Basan war noch übrig von den Riesen. Siehe, sein eisernes Bett ist zu Rabba der Kinder Ammon, neun Ellen lang und vier Ellen breit nach eines Mannes Ellenbogen.)"
_BIBEL, 5. Mose, 3:11

Im Durchschnitt maß eine "biblische" Elle 45,6 Zentimeter. König Og war also etwa vier Meter hoch. 

Michael Zeng 

Anbetung des Mondes in der Bibel

Heute Abend scheint ein Super-Mond.
Das beeindruckt uns.

Viele Menschen kamen früher und immer wieder auf die Idee, den Mond als weibliche oder männliche Gottheit zu sehen. Und anzubeten. Das taten Germanen, die alten Griechen, Römer, Asiaten, Afrikaner, Indianer. Und ihre Vorfahren.

Bis heute nutzen Menschen sogenannte Mondkalender und gießen ihre Zimmerpflanzen nach der Mondphase. Oder tun anderes, wenn der Mond günstig steht.

Die Anziehungskraft des Mondes beeinflusst auf jeden Fall das Geschehen auf der Erde. So die Gezeiten der großen Meere und Ozeane. Wahrscheinlich auch viele andere Zyklen. Die ersten Kalender waren Mondkalender.

Als der Glaube an den EINEN Gott unter den Israeliten und Juden verbreitet werden sollte, war man nicht zimperlich mit Menschen, die den Mond anbeteten.

Die Anbeter des Mondes waren wohl eine echte Konkurrenz.

Mose führte die Israeliten aus Ägypten ins gelobte Land. Aber der große Prophet starb kurz vor Erreichen des großen Ziels. 

Noch am Tag seines Todes befahl Mose seinem Volk, das er duzte:

Wenn ein Mensch "hingeht und dient andern Göttern und betet sie an, es sei Sonne oder MOND oder andere Bewohner des Himmels" 
(...)
"So sollst du den Mann oder das Weib, die solches Übel getan haben, vor die Tore der Stadt herausführen und sollst sie zu Tode steinigen."

Für eine solche Todesstrafe waren nur zwei Zeugen nötig. Der erste Zeugen durfte bei der Steinigung den ersten Stein werfen.

_BIBEL
5. Buch Mose Kapitel 17 Vers 3, 5 und 6.