Das Alte Griechenland wird bezeichnet als Geburtsstätte unsere westlichen Welt:
Das alte Griechenland bestand aus vielen Stadtstaaten. Das heißt, Griechenland war eher eine Kulturlandschaft kein Staat. Das bedeutete, die vielen Stadtstaaten verbündeten sich und verfeindeten sich, wie es gerade taktisch und strategisch passte oder erzwungen wurde.
Athen und Sparta leuchteten hervor. Athen wurde durch Handel reich und leistete sich eine reiche Kultur.
Sparta befand sich andauernd im rituellen Krieg mit seinen Untertanen, den Heloten. Jedes Jahr wurde rituell der Krieg erklärt. Dadurch waren Spartaner ständig kriegstüchtig und trainiert. Stolz lehnten sie es ab, um Sparta eine Stadtmauer zu errichten. Kein Feind traute sich, Sparta zu belagern.
Die Perser wollten Griechenland erobern.
Zweimal scheiterte eine persische Invasion Griechenlands. Die griechischen Stadtstaaten besiegten gemeinsam die Perser.
Nach den Siegen über die Perser begann in Griechenland eine goldene Zeit von Reichtum, Kultur, Kunst und Überfluss - in Athen.
Sparta wurde neidisch und begann einen Krieg gegen Athen. Es musste bewiesen werden, dass spartanische Disziplin athenischer Dekadenz überlegen ist.
Athen und Sparta waren die mächtigsten Stadtstaaten des Alten Griechenlands. Sie führten jeweils Bündnisse mit anderen Stadtstaaten, blieben in diesen Bünden aber übermächtig führend.
Nach 27 Jahren Krieg siegte Sparta durch einen militärischen Zufall.
Aber Griechenland lag in Trümmern. Athen wurde arm. Sparta wurde bedeutungslos, wurde eine Art Freilichtmuseum alter Größe.
Das Goldene Zeitalter war vorbei. Das Model der Stadtstaaten war am Ende.
Das nutzte ein Bergvolk aus dem Norden. Die Makedonen unterwarfen Griechenland und unterwarfen unter ihrem König Alexander die Welt von Griechenland bis Indien.
Griechenland wurde Teil des Königreichs Makedonien. Außer Sparta.
Griechenland wurde Hinterland und Kulturinsel.
Sparta hatte allerdings nunmehr eher rituelle-symbolische Macht. So wie eine Ehrenlegion nicht wirklich Kriegsziel ist.
Dann kamen die Römer in die Gegend. Griechenland wurde römische Provinz. Und lieferte hauptsächlich Hauslehrer und gelehrte Sklaven ins römische Stammland. Die griechischen Hauslehrer kündeten von alter Größe Griechenlands, erzählten jungen Römern vom Krieg um Troja.
Die alten Spartaner starben aus, wie die letzten Hüter einer vergangenen Zeit. Wie der scheintote Club der Altehrwürdigen.
Eine Renaissance fand die griechische Kultur im oströmischen Reich. Dort löste das Griechische Latein ab als Amtssprache. Das Christentum und der oströmische Staat nahmen eine griechische Färbung an. Die griechische Kultur setzte sich durch gegen die römische Kultur der Kaserne.
Im Oströmischen Reich verbanden sich römische Staatstradition, griechische Sprache und Kultur sowie das Christentum zu einer neuen, byzantinischen Zivilisation. Die griechische Kultur verdrängte das Lateinische als Sprache des Staates, ohne dass der römische Staatsgedanke verschwand.
Die Bezeichnung Byzanz wurde dem quasi griechischem oströmischen Reich von außen gegeben, die "Byzantiner" selbst nannten sich auf Griechisch Romanoi also Römer.