Freitagmittag im Büro. Die Woche steckt mir in den Knochen. In mir kämpfen Müdigkeit und freudige Aufgeregtheit. Die Woche hat ermüdet, das Wochenende lockt, will gefeiert werden. Ich werde mich mit Freunden treffen, an der frischen Luft sein, ausschlafen. Feiern! Juhu! Da kam der Anruf. Meine Kollegin nahm den Hörer ab, meldete sich, lauschte in den Hörer. Sprach dann in das Mikro: „Ich hab keine Zeit, ich gebe Dir mal Michael.“ Sie stellte mir das Gespräch durch. Ich nahm ab.
„Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, ein vernünftiges Wort sprechen.“ _Johann Wolfgang von Goethe
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Abgeklärt oder was ich in der Charité erlebte
Vor einigen Wochen habe ich mich aufgeregt. Es geschah an meinem Arbeitsplatz. Immer, wenn ich sehr aufgeregt bin, plagt mich ein stechender Schmerz in der Herzgegend. Da ich ein ruhiger Typ bin, geschieht das nur zwei bis drei Mal im Jahr. Die Schmerzen dauern etwa fünf Minuten, danach geht es wieder. Diesmal ging die Geschichte weiter.
Wie es im Münchner Hofbräuhaus zugeht
Alois* feierte vor einigen Monaten seinen 83-sten Geburtstag. Natürlich im Hofbräuhaus, seit 60 Jahren kommt er täglich her, an seinen Stammtisch. Früher arbeitete Alois als Koch im Bayerischen Hof, in seiner Freizeit musizierte er als Stehgeiger. Nach dem Geigen kam immer der Stammtisch. Täglich zwei Maß sind ein Muss. Für eine Frau blieb da kein Platz. Alois hält den Rücken gerade, sitzt still. Er hört schwer, aber seine Augen sind überall, es gibt viel zu sehen.
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