„Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, ein vernünftiges Wort sprechen.“ _Johann Wolfgang von Goethe
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Über 4.000 Mal
Dieses Foto haben sich nach nur vier Tagen über 4.000 Menschen angeschaut!
Ich habe das Foto gepostet in der Vogteizeitung.de auf Facebook. Die betreue ich.
Das Foto zeigt die Rechnungsgesellschaft von Niederdorla. Die jungen Leute feiern auf gemeinsame Rechnung die 743. Kirmes ihres Heimatdorfes. Und das ganze Dorf feiert mit.
Ich glaube, das Foto ist deshalb so gut, weil alle so stehen, wie sie sich wohlfühlen. Und alle haben ihren Spaß. Das merkt man dem Foto an.
Blau beschwingt! "An der schönen blauen Donau" von Johann Strauss
Ein Grund, Walzer zu lernen und tanzen...
KULTUR DES ABENDLANDES
Dieses Bild schuf der deutsche Künstler
Matthias Grünewald im Jahr 1525, vor 490 Jahren.
Die Kreidezeichnung fand man nach dem
Tod des Künstlers in einer Schublade, die er vernagelt hatte. Es
fehlt also die Aussage des Künstlers, was er dargestellt hat.
Wahrscheinlich wollte Grünewald es nicht sagen, nicht sagen müssen.
Die Wissenschaft glaubt, Grünewald
habe Kritik an der römischen Kirche geübt. Als er an der Zeichnung
gearbeitet haben muss, fand in Deutschland die Reformation statt.
Auch eine Kampfschrift Ulrichs von Hutten war im Umlauf. Von Hutten
war einer der letzten echten Ritter. Er tauschte das Schwert und
Schild ein gegen die Feder und Tinte. In seinen Schriften warf er der
Kirche vor: Sie sei unkeusch, geizig und hoffärtig. Heute würde man
sagen: geil, habgierig und überheblich. Das soll Grünewald
dargestellt haben in seinen drei Köpfen.
Es könnte aber auch die heilige
Dreieinigkeit sein, links der Heilige Geist, in der Mitte Gottvater
und rechts Jesus. Das wäre die höchste Kritik an den Zuständen der
damaligen römischen Kirche, die je ein Künstler erreicht hat.
Gründewald wusste wohl, warum er die Schublade vernagelte, in der
die Zeichnung lag. Aber wenn Gott-Vater uns aus der Mitte heraus
anschaut, dann vielleicht nicht geizig oder habgierig. Ich finde er
schaut uns nachdenklich an. Eigentlich traurig. Wahrscheinlich ist es doch Gott.
Michael Zeng
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