Vor 25 Jahren ging Michael Ende von uns nach Phantasien. Die Frage im Bild ist eine von 44 Fragen, die er dem "geneigten Leser" stellte.
„Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, ein vernünftiges Wort sprechen.“ _Johann Wolfgang von Goethe
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Hermann Hesses Geduld
Geduld ist das Schwerste und das Einzige,
was lernen sich lohnt.
Alle Natur, alles Wachstum,
aller Friede, alles Gedeihen und
Schöne in der Welt beruht auf Geduld,
braucht Zeit, braucht Stille,
braucht Vertrauen.
_Hermann Hesse
Goethes Facebook
Dr. Faust und Mephisto wetten, dass Mephisto Faust nicht zufriedenstellen kann. Der Teufel wettet also gegen den ständigen Forscherdrang, gegen die Neugier des Menschen.
Faust ist ein schon älterer Mann. Mephisto will Faust ständig neue Versuchungen erleben lassen. Dazu muss Faust wieder jung gemacht werden.
Mephisto führt Faust zu einer Hexe. Die soll in ihrer Küche einen Trank brauen, der Faust wieder jung macht. Dazu zitiert die Hexe unter viel Brimborium einen langen komplizierten Zauberspruch aus ihrem Zauberbuch.
Faust kommentiert das:
Mich dünkt, die Alte spricht im Fieber.
Mephisto:
Das ist noch lange nicht vorüber,
Ich kenn’ es wohl, so klingt das ganze (Face)Buch;
Ich habe manche Zeit damit verloren,
Denn ein vollkommner Widerspruch
Bleibt gleich geheimnissvoll für Kluge wie für Thoren.
Mein Freund, die Kunst ist alt und neu.
Es war die Art zu allen Zeiten,
Durch Drey und Eins, und Eins und Drey
Irrthum statt Wahrheit zu verbreiten.
So schwätzt und lehrt man ungestört;
Wer will sich mit den Narr’n befassen?
Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört,
Es müsse sich dabey doch auch was denken lassen.
Hexe:
Die hohe Kraft
Der Wissenschaft,
Der ganzen Welt verborgen!
Und wer nicht denkt,
Dem wird sie geschenkt,
Er hat sie ohne Sorgen.
Dr. Faust:
Was sagt sie uns für Unsinn vor?
Es wird mir gleich der Kopf zerbrechen.
Mich dünkt, ich hör’ ein ganzes Chor
Von hundert tausend Narren sprechen.
Faust ist ein schon älterer Mann. Mephisto will Faust ständig neue Versuchungen erleben lassen. Dazu muss Faust wieder jung gemacht werden.
Mephisto führt Faust zu einer Hexe. Die soll in ihrer Küche einen Trank brauen, der Faust wieder jung macht. Dazu zitiert die Hexe unter viel Brimborium einen langen komplizierten Zauberspruch aus ihrem Zauberbuch.
Faust kommentiert das:
Mich dünkt, die Alte spricht im Fieber.
Mephisto:
Das ist noch lange nicht vorüber,
Ich kenn’ es wohl, so klingt das ganze (Face)Buch;
Ich habe manche Zeit damit verloren,
Denn ein vollkommner Widerspruch
Bleibt gleich geheimnissvoll für Kluge wie für Thoren.
Mein Freund, die Kunst ist alt und neu.
Es war die Art zu allen Zeiten,
Durch Drey und Eins, und Eins und Drey
Irrthum statt Wahrheit zu verbreiten.
So schwätzt und lehrt man ungestört;
Wer will sich mit den Narr’n befassen?
Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört,
Es müsse sich dabey doch auch was denken lassen.
Hexe:
Die hohe Kraft
Der Wissenschaft,
Der ganzen Welt verborgen!
Und wer nicht denkt,
Dem wird sie geschenkt,
Er hat sie ohne Sorgen.
Dr. Faust:
Was sagt sie uns für Unsinn vor?
Es wird mir gleich der Kopf zerbrechen.
Mich dünkt, ich hör’ ein ganzes Chor
Von hundert tausend Narren sprechen.
Schiller interpretiert Konfuzius
Die Sprüche des Konfuzius
Dreifach ist der Schritt der Zeit:Zögernd kommt die Zukunft hergezogen,
Pfeilschnell ist das Jetzt entflogen,
Ewig still steht die Vergangenheit.
Keine Ungeduld beflügelt
Ihren Schritt, wenn sie verweilt.
Keine Furcht, kein Zweifeln zügelt
Ihren Lauf, wenn sie enteilt.
Keine Reu, kein Zaubersegen
Kann die stehende bewegen.
Möchtest du beglückt und weise
Endigen des Lebens Reise,
Nimm die zögernde zum Rat,
Nicht zum Werkzeug deiner Tat.
Wähle nicht die fliehende zum Freund,
Nicht die bleibende zum Feind.
Dreifach ist des Raumes Maß:
Rastlos fort ohn Unterlass
Strebt die Länge; fort ins Weite
Endlos gießet sich die Breite;
Grundlos senkt die Tiefe sich.
Dir ein Bild sind sie gegeben:
Rastlos vorwärts musst du streben,
Nie ermüdet stillestehn,
Willst du die Vollendung sehn;
Musst ins Breite dich entfalten,
Soll sich dir die Welt gestalten;
In die Tiefe musst du steigen,
Soll sich dir das Wesen zeigen.
Nur Beharrung führt zum Ziel,
Nur die Fülle führt zur Klarheit,
Und im Abgrund wohnt die Wahrheit.
_Friedrich Schiller
Sting zum 65.: Every Little Thing She Does Is Magic
Text frei übersetzt.
Though I've tried before to tell her
Of the feelings I have for her in my heart
Every time that I come near her
I just lose my nerve as I've done from the start
So oft habe ich versucht ihr zu sagen,
was ich in meinem Herzen für sie fühle,
Aber immer, wenn ich ihr nahe kam,
verlor ich meine Nerven
So war es von Anfang an.
Every little thing she does is magic
Everything she doe just turns me on
Even though my life before was tragic
Now I know my love for her goes on
Auch das Kleinste, was sie macht, ist Magie
Alles, was sie tut, macht mich an
Und wenn mein Leben bisher traurig war,
jetzt weiß ich: Meine Liebe für sie geht weiter.
(...)
Ich möchte sie anzurufen
tausend Mal am Tag
Sie fragen, so auf die alte Art,
ob sie mich heiratet,
Aber meine alten Ängste haben mich im Griff
lange, bevor ich das Telefon erreiche,
lange, bevor meine Stimme mich verlässt.
Muss ich denn immer allein bleiben?
Every little thing she does is magic
Everything she doe just turns me on
Even though my life before was tragic
Now I know my love for her goes on
LIEBE der Mammutbäume
LIEBE der Mammutbäume
Sie werden gemeinsam uralt.
Sie sind für einander da.
Sie berühren sich, aber sie schränken sich nicht ein.
Jeder darf ungehindert wachsen in den Himmel.
Sie stützen sich dabei.
(Mammutbäume im Mühlhäuser Stadtwald, 2.April2016)
Sie werden gemeinsam uralt.
Sie sind für einander da.
Sie berühren sich, aber sie schränken sich nicht ein.
Jeder darf ungehindert wachsen in den Himmel.
Sie stützen sich dabei.
(Mammutbäume im Mühlhäuser Stadtwald, 2.April2016)
Shakespeare subversiv
HAMLETS Monolog (Neudeutsch: Hamlet sein Monolog) Wer wissen will, warum Shakespeare für die Ewigkeit schrieb und wie tief er die Menschen kannte und ihre Gesellschaft, der sollte immer wieder die Gründe lesen, warum Hamlet überlegt, sich umzubringen.
HERZ mein Herz...
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| Leberblümchen im Hainich |
Und ertrage dein Geschick,
Neuer Frühling gibt zurück,
Was der Winter dir genommen.
Und wie viel ist dir geblieben!
Und wie schön ist noch die Welt!
Und, mein Herz, was dir gefällt,
Alles, alles darfst du lieben!
_Heinrich Heine
Foto: Michael Zeng
OSTERN kurz und lang
Viele reden von und über Ostern,
was steht denn eigentlich in der Bibel
dazu?
Interessant: Ursprünglich umfasste die
Ostererzählung nur die Verse Markus Kapitel 16 eins bis elf
Die VIER Jahreszeiten: DER FRÜHLING
Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied,
Kling hinaus ins Weite.
Kling hinaus, bis an das Haus,
Wo die Blumen sprießen,
Wenn du eine Rose schaust,
Sag, ich lass sie grüßen.
Heinrich Heine
Johann Wolfgang von Goethe: Der Zauberlehrling
Johann Wolfgang von Goethe
Der Zauberlehrling
Hat der alte HexenmeisterSich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
Auch nach meinem Willen leben.
Seine Wort' und Werke
Merkt ich und den Brauch,
Und mit Geistesstärke
Tu ich Wunder auch.
Der ungehörte HERBST
Und jedes Jahr wieder wird es Herbst. Es wird früh dunkel. Nebel. Wir frösteln und frieren und wollen eigentlich keine Wintersachen anziehen. Und in uns ist irgendwie noch Sommer. Aber ganz leise hören wir schon das Weihnachtsglöckchen.
Musik malt BLAU
Die Rhapsodie in Blue von George
Gershwin ist weltberühmt. Irgendwie kennt jeder von uns die Melodie.
Seit 1924 ist das Stück in der Welt.
Der Komponist verband Jazz mit klassischer Musik. Das war damals eine Sensation.
Kritiker nörgelten: Gershwin habe
keine „Form“ gefunden. Er habe einfach eine Melodie an die andere
gereiht. Mag sein, aber die Kritiker kennt heute kaum jemand mehr. Die blaue Rhapsodie ist in uns.
Das Motiv der blauen Rhapsodie kennen
wir alle. Vielleicht, weil sie in uns klingt und weil blau so eine
schöne Farbe ist, auch in der Musik.
Hier gestaltet Leonard Bernstein die
Rhapsodie in Blue. Wir hören 17 Minuten lang Genie und Meisterschaft.
Über 400 Millionen hören „ALL YOU NEED IS LOVE“
"Alles, was du brauchst, ist Liebe.
Liebe ist alles, was du brauchst."
Das sangen THE BEATLES auf der ersten
weltweit übertragenen Live-Fernsehsendung.
Am 25. Juni 1967 wurde von der BBC die
Sendung live in 31 Länder übertragen. Über 400 Millionen Menschen
hörten und sahen: "Alles, was du brauchst ist Liebe!"
Das ist 48 Jahre her. Seit der Sendung tobten mindestens 105 gezählte Kriege in der Welt.
ANFANG und ABSCHIED bei Hermann Hesse
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| Sonnenuntergang vom Harsberg aus gesehen. Foto: ich |
Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
Heines "Meer von blauen Gedanken"
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