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„Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, ein vernünftiges Wort sprechen.“ _Johann Wolfgang von Goethe
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Vor 956 Jahren wurde England von Franzosen erobert

Die Szene auf dem Teppich von Bayeux zeigt den Angriff der normannischen Reiterei auf das angelsächsische Fußvolk.
Die Szene auf dem Teppich von Bayeux zeigt den Angriff der normannischen Reiterei auf das angelsächsische Fußvolk.
Der 14. Oktober 1066 änderte die Welt für immer. An diesem Tag tobt die Schlacht von Hastings in England. Aus Angelsachsen wurden Engländer.

Herzog Wilhelm von der Normandie war mit einer Streitmacht in England eingefallen. England war damals ein Königreich der Angelsachsen. Bei Hastings standen sich beide Heere gegenüber. 

Zuerst kämpften die Fußtruppen. Als die Normannen zurückwichen, zogen die Angelsachsen ihre Formation auseinander. In dieser Situation hatte die normannische Reiterei unter Herzog Wilhelm leichtes Spiel. Sie überranten die Angelsachsen. Deren König fiel.

Mit dem Tod von König Harald II. brach der staatlich organisierte Widerstand gegen die Eroberer zusammen. Auch weil die Angelsachsen geschwächt waren durch die Kämpfe gegen die Skandinavier, die von Osten her eingefallen waren. Gerade hatten die Angelsachsen den norwegischen Wikinger Harald den Harten zurückgeschlagen. 

Aus Herzog Wilhelm von der Normandie wurde Wilhelm der Eroberer, König von England.

Mit der Verbindung von Normandie und England durch die neue quasi französische Oberschicht begann England eine europäische Rolle zu spielen.

Auch änderte sich die Sprache auf der Insel. Aus Angelsächsisch wurde Englisch. Französische Einflüsse in dieser Sprache sind genau die Sachen im Englischen, die für uns nicht einfach zu lernen sind, eben weil es eigentlich französische Elemente sind.

Und mit dem Sieg der Ritter über die traditionellen Fußstruppen begann das ritterliche arrogante Mittelalter. Noch lange ließen die neuen französischen Herren die eroberten Angelsachsen ihre Überlegenheit spüren.

Das finden wir besonders in der Geschichte von Robin Hood. Robin, Marian und die Bande waren Angelsachsen, der Sheriff von Nottingham war ein typischer arroganter Normanne, französischen Ursprungs, so wie alle hochadligen bösen Figuren in der Robin-Hood-Geschichte.

Quelle Abbildung: Wikipedia

König Alfred der Große und der kleine Hobbit Bilbo Beutlin

Der englische König Alfred der Große und die kleinen Hobbits 

Alfred der Große war ein König der Angelsachsen in England. Er
lebte von 848 bis 899.

Als einziger königliche Herrscher in Großbritannien erhielt Alfred den Beinamen der Große. Warum?

Zur Zeit Alfreds wollten die Wikinger die Insel England erobern. Sie kamen überwiegend aus Dänemark. 

England war geteilt in mehrere Königreiche. Alfred herrschte zuerst nur über das Königreich Wessex.

Die Könige der einzelnen Reiche stellten sich mit ihren adligen Rittern einzeln den Wikingern entgegen. Jeder wollte der Bezwinger der Wikinger sein. Und jeder ging unter.

Die Wikinger waren vereint und schlugen jeden englischen König einzeln und nacheinander. 

Die Wikinger setzten sich an der englischen Ostküste dauerhaft fest. Dieses Territorium wurde Danlag genannt. Das Danlag wurde immer größer.

Als die Wikinger Alfreds Königreich Wessex erreichten und Alfred erste Schlachten verlor, kam er auf die Idee, die ihn zum Großen werden ließ. 

Alfred vereinigte die Angelsachsen und ließ die Masse der Bauern an Waffen ausbilden. Außerdem ließ der König die Bauern ihre Dörfer befestigen. Die Bauern hatten hauptsächlich unter den Überfällen der Wikinger zu leiden. Nun konnten die Bauern sich verteidigen und konnten sich rächen. 

Den Wikingern verging die Lust, sich mit Angelsachsen anzulegen und in England endete die erste Wikingerzeit. 

Die Angelsachsen verehrten ihren Alfred fast kultisch. 

Alfred und die Kultur:

Alfred war gebildet. Er lernte mit 36 Latein und übersetzte lateinische Werke der Weltliteratur ins Angelsächsische. 

Und er tat etwas Zwiespältiges: Alfred verbot die Pflege der heidnischen Kultur der Angelsachsen. Nur Christliches war erlaubt. Die Angelsachsen verloren und vergaßen ihre Kultur, ihre Geschichte und ihre Mythen. 

Das störte im 19. und 20. Jahrhundert einen Professor der alten Sprachen, einen gewissen Mister Tolkin. Professor Tolkin nahm sich vor, den Engländern eine Mythologie zu geben. Er schuf das mythische Universum um Mittelerde, um Hobbits, Orks, Elben, Zwerge, Menschen und gab ihnen Geschichte und Entwicklung.