„Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, ein vernünftiges Wort sprechen.“ _Johann Wolfgang von Goethe

Caesar, statt Caesar der Große

Vor 2070 Jahren:

Caesar hatte noch 15 Tage zu leben. Dann kamen die Iden des März, der Name der Römer für den 15. März, die Mitte des Monats. Caesar wurde von römischen Senatoren erdolcht. Er war ihnen als Einzelner zu mächtig geworden. Caesar stand gegen die Herrschaft des Senats in der römischen Republik.

Doch die Zeit der römischen Republik war vorbei. Es war auch keine Demokratie. Senatoren waren die Superreichen, die die Welt als Quelle für Gewinn sahen.

Caesar gewann das Volk. Und band es an sich. Sein Vorbild war Alexander der Große.

Aber auch ein Caesar war nicht unersetzlich. Im Kampf um sein Erbe siegte Oktavian. Er erhielt den Ehrennamen Augustus, der Siegreiche. Er war der erste Kaiser Europas. Aus der Römischen Republik wurde das Römische Imperium. 

Der Name Caesars wurde Ka-e-sar ausgesprochen. Daraus wurde das deutsche Kaiser und das russische Zar. "Augustus" blieb Teil des Thron-Namens aller späteren Kaiser.

Nur wenige Kaiser und "Kaiser" erreichten das Format eines Caesar oder Augustus. 

Und am Ende übertrumpfte Caesar sein Vorbild Alexander. Caesar brauchte keinen Beinamen "der Große". Der Name Caesar steht für sich allein.

Michael Zeng